Janina Benz

Matthias Lamberti: “There are very few things I would actually have done differently, apart from maybe publicly releasing the letter I sent to my bank at the time to cancel my contractual relationship. ;-)”Matthias Lamberti: „Es gibt kaum etwas, was ich grundsätzlich anders gemacht hätte, außer vielleicht, dass ich meinen Abschiedsbrief an meine damalige Bank hätte veröffentlichen sollen ;-)”

Matthias Lamberti is founder and manager of yavalu, a financial platform for effective asset management. The yavalu team also participated in the CODE_n contest and was selected by the jury as a top 10 finalist. We met Matthias for a face-to-face interview at the CODE_n headquarters in Stuttgart.

JB: Leaving a position as asset manager in a large corporation to start your own business was a big step to take. What inspired you to establish yavalu?

Matthias Lamberti (CEO yavalu)

ML: You’re right, it certainly was a big step – and absolutely the right decision. The financial industry is set to change dramatically in the next few years. With yavalu, we want to play an active part in shaping this change and in finally giving customers control over their finances and investments again. I worked for many years in risk and asset management myself, and in the end, I was incredibly disillusioned and disappointed in the poor quality of service provided and the prevailing practices in the industry. The longer I worked in the field, the more I became convinced that it was possible to consult people properly on financial matters; to help them understand the issues and charge fair prices, all with the aim of giving them control over their finances and investments. This was my motivation.

JB: How did your colleagues, friends and family take the decision?Matthias Lamberti ist Gründer und Geschäftsführer von yavalu, eine Finanzplattform für erfolgreiche Vermögensverwaltung. Das Team von yavalu hat ebenfalls beim CODE_n Wettbewerb mitgemacht und wurde durch die Jury unter die Top 10 der Finalisten gewählt. Wir haben Matthias zu einem persönlichen Interview im CODE_n Headquarter in Stuttgart getroffen.

JB: Matthias, bevor du in die Selbstständigkeit gegangen bist warst du als Asset Manager für einen Konzern tätig. Wie kam es zu diesen großen Schritt und was hat dich zur Gründung von yavalu inspiriert?

Matthias Lamberti (CEO yavalu)

ML: Ja, das war tatsächlich ein ziemlich großer Schritt und die absolut richtige Entscheidung. Die Finanzindustrie wird sich in den nächsten Jahren fundamental verändern. Mit yavalu wollen wir diesen Wandel aktiv mitgestalten und unseren Kunden endlich wieder die Kontrolle über ihre Finanzen und ihre Geldanlage zurückgeben. Ich war selbst einige Jahre im Risikomanagement und in der Vermögensverwaltung tätig und am Ende von der gebotenen Qualität und den vorherrschenden Praktiken dieser Branche desillusioniert und enttäuscht. Je länger ich in der Branche gearbeitet habe, desto überzeugter war ich, dass es auch möglich sein muss, Menschen verständlich und zu fairen Preisen zu beraten – mit dem Ziel, dass sie die Kontrolle über ihre Finanzen und ihre Geldanlage wieder zurückgewinnen. Aus dieser Motivation heraus entstand yavalu.

JB: Wie wurde die Entscheidungen von Kollegen und familiärem Umfeld aufgenommen?

ML: Die meisten haben mich damals für verrückt erklärt, ein Teil tut es auch heute noch. Aber klar, meine Familie und Freunde haben meine Beweggründe verstanden und damit hatte ich die Rückendeckung, die man bei einem solchen Vorhaben braucht.

JB: yavalu gibt es nun schon seit über einem Jahr. Was waren die größten Herausforderungen während der Gründungsphase?

ML: At the time, most people thought I was crazy – some still do. But of course, my family and friends understood what motivated me and gave me the backing someone in my situation needed.

JB: yavalu has been around for over a year now. What were your biggest challenges during the startup phase?

ML: Ha! What wasn’t a challenge during the startup phase? Product, marketing, cooperations, investors – for a founder who isn’t starting with a team of 10 people, it is a very exciting yet emotionally taxing time. It still is – I’ve just gotten used to it in the meantime. 😉 I love the challenges each new day brings. You have to stay focused and never lose sight of the initial vision for the company.

JB: What tips would you share with others who are new to starting their own business? In hindsight, are there things you would do differently given the chance?

ML: First, I’d say: “Do.” If you are absolutely convinced your idea will succeed, just do it! Also, keep in regular contact with your customers and keep an eye on your solvency. Use mentors and sparring partners who critically evaluate your business, and then think and act flexibly. There are very few things I would actually have done differently, apart from maybe publicly releasing the letter I sent to my bank at the time to cancel my contractual relationship. 😉

JB: Financial platforms either thrive or fail depending on their technical implementation. Did you set up your team accordingly? Who did you turn to for technical expertise and support?

ML: We deemed it important to get started right away. I found an amazing development team in just a short period of time. I’d like to take this opportunity to sincerely thank my IT guys, who supported us from the very beginning and contributed to our success in quickly offering people a true alternative in the field of asset consultancy.

JB: As you were a high-ranking finalist, we’re very interested in your feedback on the CODE_n contest and the five days you spent at CeBIT.

ML: The CODE_n contest was amazing! We were able to establish many new and valuable contacts, and we were given a fantastic platform to present our company and invite customers and press to our booth. The whole atmosphere and the exchanges we had with other finalists were one of a kind.

JB: What stimuli, contacts or experiences did you take back home with you?

ML: CODE_n confirmed to us that we are on the right path. Suddenly, we had a story to tell the press. And in our case, this opened the eyes of a number of young journalists to what is really happening in the financial industry.

JB: You released your first yavalu iPhone app in February. What else is on your agenda for 2012?

ML: Lots! Our primary goal is freeing private investors from the shackles of the existing financial system.

JB: Thanks so much for your time and the informative answers to our questions. Have a safe trip home to Munich.

ML: Thanks, Janina. And a great big thank you to the entire CODE_n team!

ML: Ha! Was war in der Gründungsphase keine Herausfordung? Produkt, Marketing, Kooperationen, Investoren – für einen Gründer, der nicht gleich mit einem Team von 10 Mann anfängt, ist es eine sehr spannende, aber auch emotional herausfordernde Zeit. Das ist auch heute noch so 😉 nur habe ich mich mittlerweile an diesen Zustand gewöhnt. Ich liebe die täglich neuen Herausforderungen. Man muss ständig fokussiert bleiben und darf die Vision dabei nie aus den Augen verlieren.

JB: Welche Tipps würdest du Gründungsneulingen an die Hand geben? Gibt es Dinge, die du im Nachhinein nun anders angehen würdest?

ML: Zuerst einmal: „Machen“. Wenn Du von Deiner Idee absolut überzeugt bist, dann mach’s! Außerdem halte regelmäßig Kontakt zu Deinen Kunden und behalte Deine Liquidität im Auge. Nutze Mentoren und Sparringspartner, die Dein Business kritisch betrachten und denk und agier flexibel. Es gibt kaum etwas, was ich grundsätzlich anders gemacht hätte, außer vielleicht, dass ich meinen Abschiedsbrief an meine damalige Bank hätte veröffentlichen sollen 😉

JB: Eine Finanzplattform fällt und steht mit der technischen Umsetzung. Hast du dementsprechend das Team aufgestellt oder woher hast du dir das technisches Know-how bzw. die Unterstützung eingeholt?

ML: Uns war es wichtig, gleich durchzustarten. Nach kurzer Zeit hatte ich ein großartiges und erfahrenes Entwickler-Team gefunden. Vielen Dank an dieser Stelle an meine IT-Jungs, die uns von Anfang an toll unterstützt und mit dazu beigetragen haben, dass wir den Menschen so schnell eine echte Alternative im Bereich Anlageberatung anbieten konnten.

JB: Als einer der topplatzierten Finalisten interessiert uns natürlich auch dein Feedback zum CODE_n Wettbewerb und die fünf Tage auf der CeBIT?

ML: Der CODE_n Wettbewerb war genial! Wir haben viele neue wertvolle Kontakte knüpfen können, hatten eine super Plattform um uns zu präsentieren, und um Kunden und Presse einzuladen. Auch die ganze Atmosphäre und der Austausch mit den anderen Finalisten waren einzigartig.

JB: Mit welchen Impulsen, Kontakten oder Erfahrungen im Gepäck habt ihr die Heimreise angetreten?

ML: CODE_n hat uns wieder einmal darin bestärkt, auf dem richtigen Weg zu sein. Es gab plötzlich eine Story, die von der Presse dankbar aufgegriffen wurde. Und in unserem Fall war es sogar so, dass es einigen Journalisten die Augen geöffnet hat, was gerade in der Finanzbranche passiert.

JB: Im Februar habt ihr eure erste yavalu iPhone App auf den Markt gebracht. Was steht 2012 sonst noch auf eurer Agenda?

ML: Sehr viel! Vor allem wird es darum gehen, die Privatanleger aus den Fesseln des bestehenden Finanzsystems zu befreien.

JB: Großes Dankeschön für deine Zeit und das ausführliche Beantworten unserer Fragen. Gute Heimreise nach München.

ML: Danke Janina und großes Dankeschön an das gesamte CODE_n Team!

 

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